Was ist Citizen Science?

Derzeit gibt es keine einheitliche Definition von Citizen Science, häufig wird es als “Bürgerwissenschaften” übersetzt. Bürger*innen schaffen gemeinsam mit Fachpersonen Wissen. Gemeinsam gehen Wissenschafter*innen und interessierte Teilnehmer*innen, Amateure oder Laien einer Forschungsfrage nach. Die Neugierde treibt uns an, um unsere Umwelt, unseren Körper, Geist, Kultur und unser Zusammenleben besser zu verstehen. Teilnehmer*innen gehen bestehenden Interessen nach, tauschen sich mit Gleichgesinnten aus, entdecken neue Leidenschaften für sich und liefern wertvolle Beiträge für die Wissenschaft. 

Welchen Beitrag leisten Citizen Scientists?

Die Leistungen der Teilnehmer*innen, sogenannten Citizen Scientists, variieren und hängen vom jeweiligen Projekt ab. Beiträge können Fundmeldungen wie bei BeeRadar sein, Messungen, die Erarbeitung von Forschungsfragen und Methoden, sogar wissenschaftliche Artikel werden gemeinsam mit Teilnehmer*innen publiziert. Allem gemeinsam ist die Zusammenarbeit an Forschungsprozessen und der Austausch zwischen Fachpersonen und der teilnehmenden Bevölkerung. 

Citizen Science ist nichts Neues und doch modern

Das Konzept von Citizen Science ist absolut nicht neu. Gelehrte aus früheren Zeiten hatten oftmals einen Beruf und gingen in ihrer Freizeit wissenschaftlichen Fragen nach. Sie könnten als erste Citizen Scientists bezeichnet werden. Im Jahr 1900 startete das erste offizielle Citizen Science Projekt in den USA: der Christmas Bird Count, das wohl das älteste, aktive Citizen Science Projekt, zählt jedes Jahr Vögel und hat eine lange Tradition.

Mit modernen Technologien, wie Smartphones und Laptops, schossen neue Teilnahmemöglichkeiten wie Pilze aus dem Boden. Nie war es einfacher Bilder oder Videos aufzunehmen und sich online zu vernetzen. Diese technischen Errungenschaften werden von Fachpersonen genutzt und mittlerweile bietet sich eine breite Palette an Möglichkeiten, die Forschung zu unterstützen.

Qualitätskriterien und die wissenschaftliche Verantwortung

Eines haben alle Citizen Science Projekte gemeinsam, nämlich dass wissenschaftliches Personal mit Daten arbeitet und forscht. Daraus ergeben sich Verantwortlichkeiten gegenüber der Bevölkerung, denen das Fachpersonal entsprechen muss. Aus diesem Grund haben sich Expert*innen im Bereich Citizen Science bestimmte Qualitätskriterien und Standards überlegt, um Projekte zu überprüfen.

BeeRadar wurde im Jahr 2019 evaluiert und entspricht seitdem den Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte in Österreich und der Schweiz.

Mehr zum Thema Citizen Science und länderspezifische Mitmach-Projekte findet ihr unter folgenden Plattformen:

Österreich forscht

Schweiz forscht

Bürger schaffen Wissen


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